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Einsteigertipps

Nach 4 Saisonen Camping mit allen möglichen Erlebnissen wollen wir die Erfahrungen auch an andere Anfänger weitergeben.

 

Zugfahrzeug

  • Um die 100er Zulassung zu bekommen, muss das Zugfahrzeug einige Kriterien aufweisen, u.a. spielt das Gewicht eine Rolle. Näheres z.B. beim TÜV.
  • Das Dauerplus für die Anhängersteckdose wird nicht immer beim Einbau der Anhängerkupplung angelegt. Damit hat der Wohnwagen während der Fahrt keinen Strom, z.B. für den Kühlschrank
  • Ihr braucht Spiegel ("Elefantenohren") um am Wohnwagen vorbei zu schauen. Es gibt Universalmodelle und spezielle für das Fahrzeug. Sucht es euch aus. Einen Ersatzspiegel sollte man für den Notfall dabei haben, falls mal etwas passiert.

 Wohnwagen

Den Querschnitt des Wagens und die Größe sind jedermanns eigener Geschmack. Allerdings sollte man für sich folgende Kriterien prüfen.
Zu beachten: Bei Breiten bis 230 spricht man von Reisewagen. Breitere Wohnwagen sind schwerer zu handeln, besonders an Mautstellen kann es hier schon einmal eng werden. Tandemachser sind schwerer zu rangieren.

  • Aufbauten
    • Da unter den Betten meist Stauraum ist, solltes dieser gut zugänglich und in entsprechender Größe vorhanden sein. Stühle und Tische sind sperrig.
    • Stauraum im Bug ist meist im Fahrverhalten besser als im Heck. Allerdings ist die Stützlast zu berücksichtigen.
    • Passt auf, ob die Wohnwagentür irgendetwas verdeckt. Die Kühlschrankabdeckung (Leistung) und vor allem Fenster sollten frei sein, da die Tür bei Anwesenheit meist offen ist.
  • Betten
    • Beim Quereinbau hat man eine gute Liegefläche, aber der hintere kommt nur schwer nach vorne, da hier ja der Partner liegt.
    • Bei französischen Betten fehlt in der Regel im Fußende auf der Mittelseite ein Matratzenstück.
    • Sitzgruppen kann man meist (!) zu einem Bett umbauen. Über den Komfort kann man streiten. Die aufgelegten Matratzen müssen täglich gelüftet werden, oder man legt ein spezielles Vlies unter.
    • Brauche ich Stockbetten? Vor allem größerer Kinder können dort keinen Platz mehr finden. Hier gibt es Gewichtsgrenzen.
    • Geteilte Betten? Auf den ersten Blick nein. Aber sie haben meist das beste Bettenmaß und man kann sie oftmals in der Mitte mit einem kleinen Lattenrost und Matrazenteil verbinden. Der Stauram darunter wird allerdings vergeudet.
  • Reifen
    • Die Reifen dürfen für die 100er-Zulassung nur max. 6 Jahre alt sein. Allerdings sollten sie dann auch für Betrieb ohne Zulassung gewechselt werden, da das Innenleben oft chaotisch aussehen kann. Reifen dürfen schon einige Zeit alt sein, aber noch als neu gelten. Das muss dann bei den 6 Jahren berücksichtigen.Volle 6 Jahre wird es kaum geben.
    • Den Reservereifen schleppen wir nicht mit.
  • Küche
    • Ob man dort kocht sei jedem Selbst überlassen. Auch vermeiden wir, die Spüle zu verwenden, da wir uns sagen: „Nässe im Wagen muss nicht sein“.
    • Der Kühlschrank läuft am besten und sparsamsten im Gasbetrieb. Vor allem im heißen Sommer kann er an seine elektrischen Grenzen stoßen. Unser Model arbeitet aber nicht auf Gas, wenn noch Strom am Schalter anliegt. Auch der Stromschalter ist dermaßen unpassend angebracht, dass wir aus Versehen schon öfters den Kühlschrank ausgeschaltet haben.
    • Neben dem Kühlschrank verwenden wir eine einfache elektrische Kühlbox für die Getränke. So richtig kalt wird es aber nicht.
    • Die Sachen möglichst schon vorgekühlt in den Kühlschrank geben,
  • Heizung
    • Die Heizung sollte man immer mit etwas Umluft betreiben, da sich sonst in den Staukästen Kondenswasser bilden kann. Jährlich sollte der Lüfter gesäubert und Batterien der Zündsicherung gewechselt werden.
  • Toilette
    • Um die Leistung der Spülung zu erhöhen, müssen alle Wasserhähne luftleer sein, also einfach einmal aufdrehen bis Wasser kommt.
  • Wasser- Abwasser
    • Wir entnehmen aus unserem Frischwassertank nur Brauchwasser. Trinkwasser holen wir mit der Gießkanne frisch. Trotzdem ist der Tank regelmäßig zu reinigen.
    • Die Frage ist, wie viel Wasser man im Wagen braucht. Da wir normalerweise nur für die Toilette etwas brauchen, nutzen wir für die Befüllung die Gießkanne. Den Wasserschlauch haben wir wieder entsorgt.
    • Den Abwasserschlauch haben wir aus demselben Grund entfernt. Kein Wasser rein, also auch kein Wasser raus. Der Abwasserbehälter ist sowieso dabei und wird einfach untergestellt.
      2015 hatten wir überhaupt kein Wasser im Wagen. Wir stande günstig zu Toiletten und Abspülräumen. Aus diesem Grund flog der Abwasserbehälter heraus und wurde durch einen Eimer ersetzt, der universeller einsetzbar ist.
    • Um das Wasser aus den Leitungen zu bekommen, öffnen wir auf der letzten Fahrt im stromlosen Zustand alle Wasserhähne und entleeren die Therme. Auch der Tankablaufstopfen wird entfernt. Auf der Heimfahrt wird dann der Rest auch noch ausgeschüttelt. Achtung, vor dem einstecken zu Hause die Hähne wieder schließen.
    • Damit die Pumpe nicht bei leerem Betrieb ansprechen kann, haben wir einen kleinen Schalter vor die Pumpe gesetzt, damit sie nicht unwillkürlich bei einem geöffneten Hahn anspringt.
  • Stützlast
    • Die Stützlast sollte vor jeder Fahrt geprüft werden. Der Anhänger und das Fahrzeug haben eine max. Stützlast. Die kleinere Zahl sollte zu nahe 100% erreicht werden. Ansonsten muss man umräumen. Wir haben aber festgestellt, dass es bei uns bei rund 60 kg gut liegt.
  • Gasversorgung
    • Wir verwenden außerhalb der Sommersaison eine 11 kg Stahlflasche für die Heizung und den Kühlschrank. Mit einer 5 kg Stahlflasche betreiben wir den Grill, oder im Notfall die Wohnwagentechnik.
    • Ein Aluflasche, die wesentlich teurer ist, haben wir quasi durch die kleine Flasche ersetzt. 5 kg reichen uns normalerweise 1 Saison, 11 kg für 2 Saisonen.
    • Flaschen haben eine TÜV-Zulassung, die auf den Flaschen aufgedruckt ist. Diese sollte nach Möglichkeit noch ein paar Jahre entfernt sein.
    • Gasschläuche und Regler müssen alle 10 Jahre gewechselt werden.
    • Der Wohnwagen muss alle 2 Jahre zur Gasprüfung.
  • Wohnwagenpflege
    • Fenstergummis, Schlösser  und die Wohnwagenaußenhaut sollten regelmäßig gepflegt werden.
  • Stützen
    • Mit den Stützen darf man den Wagen nur abstützen, nicht anheben. Platten unter den, nach Möglichkeit Schwerlaststützen, erleichtern die Angelegenheit. Mit dem Akkuschrauber und spezieller Verlängerung geht das Absenken und wieder Einfahren extrem leicht.
    • Auf jeden Fall sind die stärkeren Stützen, nicht die einfachen, vorzuziehen,
  • Wohnwagen aufstellen
    • Zuerst den Wohnwagen in der Querrichtung an der Achse ausrichten durch Unterlegkeile oder Bretter. Danach die Längsrichtung mit dem Bugrad einstellen. Danach die Stützen ausfahren und 1,5 Umdrehungen zusätzlich geben. Fertig.
    • Beim Aufstellen darauf achten, dass man seine Serviceklappen gut erreichen kann um z.B. Wasser nachzufüllen oder die Toilette zu entleeren. Also nicht direkt am Nachbarn parken.
  • Satellitenschüssel und Fernseher
    • Hierzu haben wir schon unsere Meinung gesagt. Weg damit!

Strom

  • Nach VDE muss die Zuleitung aus 2,5mm² Querschnitt und max. 25 m Länge bestehen. Blaue CEE-Stecker sind zu verwenden.
  • Was zeigt die Praxis: Nimm insgesamt 50 m mit (wir haben 25 Gartenkabel zusätzlich) und alle Adapter von Steckdose zu CEE. Adapter für andere Länder haben wir dabei, aber noch nie gebraucht.
  • Die Stromzuführung kann auch abenteuerlich sein.
  • Mit der Stromleistung hatten wir bisher keine Probleme, es soll aber Plätz geben, auf denen selbst eine Kaffeemaschine Probleme bereiten kann. Somit sollte man planen, ob man mit Strom oder mit Gas kocht. Wir haben uns entschieden: Kaffeemaschine und Wasserkocher auf Strom, der Rest mit dem Cramer Grill auf Gas.

 Vorzelt oder Markise, Heringe

  • Die Sackmarkise von Fiamma ist einfach toll. Sehr schnell und unkompliziert auf- und abgebaut. Dazu noch relativ preisgünstig. Preisvergleiche mit dem großen O aus NL sollte man anstellen. Seitenteile haben wir keine, aber vielleicht kommen diese einmal dazu. Die Markise verwenden wir für unsere Wochenendtripps.
  • Das Vorzelt sollte aus Tencate-Gewebe sein. Außerdem mit einem Alu-Grip-Gestänge. Stahl ist zu schwer. Aus Sicherheitsgründen immer eine passende Sturmsicherung (Clips) mitbestellen. Sturmbänder als Überwurf verletzen die Zelthaut. Das Vorzelt unbedingt richtig aufstellen.
  • Unsere Peggy’s haben sich bewährt. Sie halten Bombenfest, wenn der Untergrund passt. Für härtere Böden haben wir unsere Tarzans (Stahlnägel mit Steg). Die normalen Heringe haben wir nicht mehr dabei.

Stellplätze

  • Man sollte einen möglichst ebenen Platz nehmen. Der Blick kann jedoch auch täuschen. Die Wasserwaage sagt die Wahrheit.
  • Bäume, vor allem in südlichen Ländern spenden Schatten, aber durch ihr Harz werden Wohnwagen und Vorzelt verschmutzt oder beschädigt. Und bei einem Sturm fallen Nüsse, Blätter und auch Äste ab.
  • Auf die Sonnenrichtung achten. Einige Plätze, z.B. Vitalcamping Bayerbach haben die Sonne „im Rücken.“
  • Aus Sturmgründen die ersten Reihen meiden und ggf. den Wohnwagen mit dem Rücken in die Windrichtung stellen. Die Nähe der Bäume beachten.
  • Terrassenplätze bieten gute Aussicht, aber man muss auch jedesmal den Platz erklimmen. Und die Terasse sollte hoch genug sein um über den Vordermann zu blicken.
  • Lage zu Wasserver- und entsorgung, Sanitäranlagen und allen anderen „wichtigen Einrichtungen“ ist sinnvoll.
  • Plätze an einem Weg sind staubiger und belebter als andere. Wie man es wünscht.

Mietbäder

  • Für mehr oder weniger Euros (8-12) bekommt man auf einigen Plätzen eigene abschließbare Mietbäder. Diese haben meist Dusche/Badewanne und WC. Man kann seine privaten Sachen dort liegen lassen. Zu beachten ist, ob tägliche Reinigung im Preis inklusive ist. Wenn nicht, ist es zu überlegen. Außerdem muss man den Schlüssel immer dabei haben. Meist sind Plätze die dies anbieten aber eher von gepflegtem Charakter.

Fahrräder

  • Ob diese sinnvoll sind muss jeder selbst entscheiden. Sie bringen eine Menge Gewicht auf den Wohnwagen oder das Auto.

 Grillen

  • Grillen mit Holzkohle haben wir verbannt, da es gelegentlich zu Belästigungen der Nachbarn kam. Außerdem bringen Kohle und Grill ca. 5 kg an Gepäck mit. Grillen mit Holzkohle ist auf vielen Plätzen mittlerweile nicht erlaubt. In Kroatien und Italien wegen Waldbrandgefahr von Gesetzeswegen.
  • Unsere Wahl fiel auf den Cramer Gasgrill. Leicht zu handhaben und man kann auch damit Kochen. Sicherlich nicht die Ideallösung aber immerhin.

Kochen

  • Natürlich außerhalb des Wohnwagen. Wir benutzen den Cramer Grill, aber Wasser machen wir im Vorfeld mit dem Wasserkocher heiß. Campingküche sollte einfach zu kochen sein. Aber es muss nicht immer Eintopf oder Gegrilltes sein. Schau mal hier. Und wer auf Sachen von zuhause schwört: Nehmt sie mit!

Lebens- und Verbrauchsmittel

  • Die Lebensmittel füllen wir im Frühjahr immer neu ein, bzw. kaufen sie. Ein gewisser Grundstock, vor allem an Gewürzen und Fertigprodukten, ist vorhanden. Im Laufe des Jahres füllen wir diese nur nach. Unsere heimischen Einkäufe tätigen wir immer kurz vor der Reise. Im Herbst kommen dann alle Sachen wieder raus und werden im Winter zuhause verkocht. Im Frühjahr kommt es dann wieder frisch in den Wagen (Salz, Pfeffer, Essig, Öl, Zucker, Gewürze,....)
  • Ebenso verfahren wir mit den Toilettenartikeln.

Hund

  • Hunde müssen am Platz immer an die Leine. Aber es gibt auch ausgesprochene Hundeplätze mit Umzäunung. Ideal. Hundedusche brauchen wir im Normalfall nicht. Achtung: es gibt auch Plätze, auf denen Hunde verboten sind. Diese habe auch ihre Berechtigung.

 Vergünstigungen

  • Wir versuchen nach Möglichkeit Vergünstigungen auf den Plätzen zu erhalten. Seit Jahren bewährt haben sich Rabattkarten wie Camping Cheque und  die ACSI Camping Card. Des Weiteren gibt es noch Best Deal Camping Card und die ADAC CampingCard. Vor allem für 2 Erwachsene und Hund ideal. Günstig für Familien ist der DCC (Deutscher Camping Club), denn hier sind Kinder bis 18 Jahren frei.

Übergewicht?

  • Viel schneller als man glaubt, ist der Wohnwagen überladen. Da hilft nur wiegen: z.B. bei Firmen (Müll- oder Schrottentsorgung, Lagerbetriebe, TÜV, Kieswerke, Caravanhändler, ...). Meist bezahlt man für die Kaffeekasse.
  • Stützlast vor jeder Fahrt prüfen
  • Wenn man zu viel hat? Alles raus, was man wirklich nicht braucht. z.B. Fernseher, Satellitenschüssel, 20m Wasserschlauch, 10m Abwasserschlauch oder Kanister, Unterlagen zum Wohnwagen, Teppich, Fahrräder, Ersatzreifen, Frischwasser, ...
  • Lebensmittel erst im Urlaub kaufen

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