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Tripp in die Südheide

Veröffentlicht am 24.08.2015

Ich stehe also wieder vor dem Haus. heute habe ich sogar einen flauschigen Türvorhang bekommen. Caravancenter Lederer. Wo sonst. Wieso? Weil ich im Urlaub war, und wenn die Tür offen stand, flog alles mögliche in mich hinein. Vor allem Wespen und Staunzen. Die Wespen waren schon sehr viele und die 4 Fallen die Frauchen und Herrchen aufgestellt hatten halfen nicht so richtig, waren aber trotzdem sehr voll.

So also, wie gesagt, ich war wieder auf Reise. Zuerst ging es nach Walkenried auf den Knauscampingplatz. Beim Einrangieren hätte sich Herrchen fast die Kupplung ruiniert, das es zeimlich bergauf ging. Südlicher Harz halt. Aber ein schöner schattiger Platz. Bei über 30 Grad die richtige Wahl. Aber schon am nächsten Tag ging es wieder weiter zum Hüttensee. Also auf die Autobahn und dann nach ca. 200 Kilometern abfahren und was ist das: Privatstraße des Bundes - Militärischer Sicherheitsbereich. Truppenübungsplatz! Mit Durchfahrt! Am Schießplatz ging es sogar nur mit 50 km/h vorbei. Und nach einer schier endlosen Fahrt durch die Prärie sind wir dann am Campingplatz. Kurzer Check-in und einen Platz suchen. Es gibt genügend davon. Und alles ohne Parzellen. Also ausbreiten soweit man möchte. Der Stromkasten ist dann ums A-L... zu weit weg. 50m Kabel für 22m Abstand. Das Eigentliche hat nur 20m. Herrchen hatte aber schon damit gerechnet. Passiert immer wieder. Die Vorschriften des VDE interessieren Campingplätze meist nicht.

Der Boden am Platz ist ziemlich flauschig. Nicht Nass, nein, unter dem Gras befindet sich Sand. Heidelandschaft halt. Nur mit Rasen. Die Heringe gehen rein wie Butter, und halten trotzdem bombenfest.

Das Wetter zeigt sich auch von seiner guten Seite, nur einen Tag werde ich so richtig gewaschen. Hat aber nicht geschadet. Und die Frisur hält. Aber die Tür zur Toilette im Wagen nicht. Herrchen hatte dieses repariert, aber dabei auch festgestellt, dass die Scharniere hinüber sind, aber "sicherlich" noch gehen. Außerdem bessere Schrauben. Pech gehabt. Die Tür lag dann im Stauraum und auf der Heimfahrt auf der Sitzgruppe. Jetzt steht sie im Keller, hat aber neue Scharniere und ich bekomme stattdessen noch einen Vorhang zum Bad. Ist auch mehr Platz dann. Herrchen wird auch nicht kleiner.

Um micht herum herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Vor allem viele Dänen, Holländer und Briten kommen auf diesen Platz. Vor allem auf Durchreise.

Zum Ende des Urlaub ändert sich die Klientel, und wir finden nicht mehr gut, was manche Nachbarn so veranstalten. Aber laut können die meinen auch. Und auch die Putzfrau sollte öfters auf das Häuschen schauen. Angeblich 4mal täglich. Ich habe sie maximal 2mal je Tag gesehen.

An den Strand darf ich nicht. Dieser hat einen Sandstrand und mit meinen Reifen geht da nix. Verena, Simon und Herrchen sind oft dort. Auch Frauchen mit Wuffi tummelt sich am Rande. Da ist auch eine Wachstation. Das kenne ich schon. Aber anstelle des Rettungsring mit einem Adler drauf. Ach so: DLRG. Aber die sind ganz nett. Die wollen nur spielen.

Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen und habe viele ältere Wohnwagen kennengelernt. Wieder saßen alle abends drinnen und haben geglotzt. Nur wir nicht. Da Herrchen und Frauchen seit kurzem auch Smartphones haben, war dies die überwiegende Abendunterhaltung. Und sie haben mich auch öfters mit der Shisha eingequalmt. Das war aber schlagartig vorbei als es einen kleinen Kotzanfall gab. Wer? Ich pezze nicht! Die Shisha wird wohl längere Zeit nicht mehr mit mir unterwegs sein.

Auf der Heimfahrt hat Herrchen dann einen neuen Rekord aufgetsellt. Eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 km/h. Kurze Pinkel- und Tankpausen und eine für einen Freitag sehr ruhige Verkehrslage hatten dies ermöglicht. Auch wenn wir am Ende fast nicht nach Hause kamen. 2 Umleitungen haben uns die Strecke um rund 10km verlängert.

Und nun stehe ich hier vor dem Haus und warte auf meinen nächsten Einsatz. Dieser soll bald sein.